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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
TIETZE-SYNDROM
(Tietzesyndrom)
Für Brustbei nschmerzen gibt es noch weitere Ursachen, klicken Sie dazu hier.
Das Tietze-Syndrom wird auch als Mor bus Tietze oder Chond ropathia tu berosa bezeichnet. Manche Autoren schreiben den Begriff auch zusammen (Tietzesyndrom).
Dem Tietze-Syndrom liegen Störungen im Bereich der oberen sternokostalen Übergänge (= Übergänge vom Brustbein zu den R ippen) zugrunde, hervorgeru fen durch sy nchondrosennahe (= nahe am Knorpel gelenk gelegene) Überl astungs- oder Erm üdungs(mikro)brüche, nicht selten nach einer Thorakotomie (= operative Eröffnung des Brust raumes).
In der Regel geben die Patienten mit
Tietze-Syndrom einseitige, unspezifische Brus t- und
Brustbeinschmerzen an,
überwiegend links, die bei Beschwerdezunahme auch in den linken
Arm ausstrahlen und
dann Herzbeschwerden vortäuschen können. In vielen Fällen bestand bei Patienten
mit einem Tietze-Syndrom deshalb in der Vorgeschichte schon
häufiger der Verdach t auf Herzinfarkt. Bei rech
tsseitiger Beschwerdelokal isation
kann es auch zu einer Schmerz ausstrahlung in den rechten (Ober-) Ar
m kommen. Manche Patienten verspüren auch
eine Schmerzausstrahlung in die linke Halsseite.
Vegetative Beg leiterscheinungen, wie besch
leunigter Puls und Hitzegefühl sind
nicht selten und der Schmerzcharakter ist oft brennend oder glühend, also ganz
im Sinne einer
Sympathalgie (=
Schmerzen, ausgehend vom vegetativen Nervensystem)
bzw. eines
Quadrantensyndrom
s (=
vegetative Schmerzen im Bereich eines Körperviertels).
Beim Quad
rantensyndrom folgt die
Schmerz ausbreitung nicht der
segmentaler Ordnung der
Nerven
sondern mehr dem Verlauf eines größeren Blutgefäßes.
Nicht selten klagen die Patienten auch über
Brustbei nschmerzen,
die z.T. in den gleichseitigen Halsbereich aufsteigen.
Bei der Untersuchung sind beim Tietze-Syndrom (Tietzesyndrom) schmerzseitige Rippenansätze am Brustbein deutlich druckschmerzhaft und erscheinen aufgetrieben. Bei stärkerem Druck können häufig die vom Patient berichteten Beschwerden im Br usttraum ausgelöst werden.
Die Behandlung des
Tietze-Syndrom`s ist einfach und überwiegend erfolgreich:
Bewährt hat sich die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
(z.B.
Bupivacain 0,5%) in Form von engmaschig wiederholten Infiltrationen (z.B. 2 mal täglich
über 10 Tage) der schmerzhaften Rippenansätze am Br
ustbein (evtl. auch mit Kortikoidzusatz).
Zur Vermeidung einer folgenschweren Verletzung des Mediastinums
(= Mittelfellraum, unter dem
Brus
tbein gelegen)
empfiehlt es sich, die Kanüle
(= Spritzennadel) nicht senkrecht
zur Haut einzustechen, sondern stets in einem Winkel von ca. 45 Grad.
Wohltuend empfindet der (schlanke) Patient auch das Auftragen einer
anästhesierenden (=
betäubenden) Salbe (z.B. EMLA®) oder
auch ASS in Äther gelöst.Auch kann eine Iontophorese
(= Einbringen eines Medikaments
durch die Haut mit Hilfe eines elektrischen Stroms)
mit z.B.
Diclofenac hilfreich sein.
In hartnäckigen Fällen muß die beschriebene
t
herapeutische Lokalanästhesie
ko nsequent 2 mal täg
lich (auch am Wochenende) durchgeführt werden, was i.d.R.
allerdings nur unter stationären Bedingungen durchführbar ist.
Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte
Stellatumblockaden
(= das
Ganglion stellatum
ist eine Schaltstelle des unwillkürlichen Nervensystems im seitlichen
Halsbereich) in Frage.
Vorübergehend ist auch beim Tietze-Syndrom die Verordnung eines
tri- oder tetrazyklischen
Antidepressivums
(= Mittel zur Behandlung einer
Depression) zur
Schmerzdistanzierung sinnvoll, ebenso (vorsichtige) gymnastische
Übungsbehandlungen zur Verbesserung der
Thorax
mobilität (=
Beweglichkeit des knöchernen Brustkorbs).
Bei der
Costochondritis handelt es sich um eine En
tzündung des Knorpels an den
sternokostalen Übergängen
(= Übergänge vom Brus
tbein zu den Ri
ppen).
Die Costochondritis kommt eher
selten vor, sie tritt meist im Rahmen einer systemischen
(= den ganzen Körper
betreffenden) Erkrankung auf, so z.B.
beim Mor
bus Reiter
(= reaktive
entzündliche Systemerkrankung vorwiegend bei jüngeren Männern mit En
tzündungen der
Bindehaut, Harnleiter und Gelen
ke).
Die Behandlung der Costochondritis erfolgt wie beim
Tietze-Syndrom.
Manche Autoren bezeichnen auch das Tietze-Syndrom als Costochondritis, was aber im eigentlichen Sinne nicht zutrifft.
Brustbei
nschmerzen können auch vom
Knochen
selbst ausgehen, so z.B. nach Brustbeinprellungen, -verletzungen
oder auch nach einer Thora
kotomie
(= operative Eröffnung des Brustraumes).
Dabei handelt es sich i.d.R. um eine unspezifische, aseptische
(= nicht von Krankheitserreger
verursachte)
Knochenhautentzündung.
Sehr hilfreich ist in diesen Fällen die
therapeutische Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
in Form von wiederholten, großzügigen Infiltrationen des Brustbeinbereiches,
wobei aber der Kn
ochen bzw. die
Knochenhaut selbst
nicht tangiert werden darf, da dies zu zusätzlichen
Schmerz reizen
führt.
Daß örtliche Betäubungsmittel auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Brustbei nschmerzen die mehr hinter dem Brus tbein empfunden werden, weisen auf Erkrankungen der Speiseröhre oder auch auf die Koronare Herzkrankheit hin. Auch Schmerzen infolge eines Magengeschwürs können hinter das Brus tbein ausstrahlen.
Laut der
Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle
Versicherte
(also auch ältere
Patienten)
einer gesetzlichen Krankenkasse
einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation und
können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch
einen
Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst
zu)).
Der
Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm
bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse
wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).
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